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Diakonissen von MarthaMaria in München 1889 - 2003
1. In der Privatkrankenpflege (1889-1947)
Schon im Gründungsjahr Anfang September 1889 wurde diese Arbeit mit Schwester Elise Heidner begonnen. Der Anfang war schwer; aber nachdem am 16. September 1889 der "MarthaMaria-Verein für allgemeine Krankenpflege" staatlich anerkannt worden war, öffneten sich nacheinander die Häuser hilfsbedürftiger Familien, auch in München. Schon 14 Tage nach Schwester Elise kam eine zweite Schwester in die bayerische Landeshauptstadt. Weitere Schwestern folgten in die erste Privatpflegestation des Vereins außerhalb von Nürnberg. Bis zu zwölf Diakonissen waren schließlich auf diesem Arbeitsbereich tätig.
Lange Zeit war man mit der Station in Miete. Erst am 30. März 1900 konnte Inspektor Jakob Ekert, der Gründer des Werkes, ein eigenes Haus für die Privatpflege in München erwerben: Baaderstraße 56a. Die Zahl der Privatpflegeschwestern erhöhte sich auf 18. Ihr Dienst war sehr gefragt. Aber im Lauf der Zeit wurde die ehemals so stille Baaderstraße durch den vermehrten Verkehr, besonders einer Straßenbahnlinie, sehr geräuschvoll. Die Gesundheit der Schwestern, die vielfach Nachtpflegen hatten und auf den Schlaf am Tage angewiesen waren, war gefährdet. Man suchte einige Jahre lang eine andere Heimstätte. Endlich wurde sie gefunden.
Am 26.3.1929 konnte das Haus Montenstraße 3 erworben und zugleich das Haus Baaderstr. 56a verkauft werden. Dieses Haus befand sich damals an der westlichen Stadtgrenze, aber nur wenige Minuten von der Privatklinik des Geheimrates Dr. Krecke entfernt, dem zweiten Wirkungsbereich der MarthaMariaSchwestern in München. Leider wurde dieses Haus im Juli 1944 im 2. Weltkrieg durch Bomben zerstört. "Nur eine Ecke des Hauses mit dem darunter liegenden Teilkeller blieb ganz, was unseren Schwestern, die sich in dieser Kellerecke befanden, das Leben rettete. Durch ein kleines Kellerfenster konnten sie aussteigen." So berichtete Schwester Wilhelmine Lachenmaier in ihrem Büchlein "40 Jahre Krankenhaus MarthaMaria, MünchenSolln" 1986,.
Ab 1946 wurde das werkseigene Haus in der Montenstraße 3 als Privatpflegestation wieder mühevoll aufgebaut. In der Bauzeit entschloss man sich aber, dieses Haus als Klinik zu nutzen. Im November 1948 konnte es wieder eingeweiht und seiner neuen Bestimmung Übergeben werden, zunächst als Ausweichklinik für die Krankenhausarbeit in München-Solln, ab 1949 als HNOKlinik.
Die Diakonissen der Privatkrankenpflege fanden nach ihrer Ausbombung im Hause des Hofpredigers Keßler in der Rheingoldstraße Unterkunft. Sie wurden aber langsam abgezogen. Im Jahre 1947 wurde schließlich die Arbeit in der Privatkranken- pflege in München ganz aufgegeben, nach 58 Jahren.
2. In der Krankenhausarbeit
Wohl schon Mitte der 90er Jahre im 19. Jahrhundert wurde in München ein tüchtiger Chirurg, Dr. Albert Krecke, auf die gute Arbeit der MarthaMariaSchwestern aufmerksam. Er hatte 1890 mit einer PrivatklinikArbeit in München, Bürkleinstr. 2, begonnen und brauchte Schwestern. 1897 wurde die Pflege drei Martha-Maria Schwestern übertragen, 1898 die Heilanstalt von Dr. Krecke in das Haus Beetho- venstr. 10 verlegt. 1903 wurde von Dr. Krecke das Nachbarhaus Beethovenstr. 8 dazu gekauft. Zunächst arbeiteten bei ihm acht bis zehn Schwestern. 1912 erbaute dieser sehr befähigte Arzt in der Hubertusstraße 30 eine neue Klinik. Sie wurde am 14. Februar 1914 bezogen, hatte zunächst 50 Betten. Diese Zahl wurde später auf 65 Betten erhöht.
Die MarthaMariaSchwestern konnten bei ihm sehr viel lernen. Jede Woche erteilte er ihnen einmal Unterricht. Nicht ohne Grund wurde die KreckeKlinik bei Martha Maria die Schwesternhochschule genannt.
Nach dem Tod von Geheimrat Dr. Krecke am 29. Juli 1932 übernahm sein bewährter Oberarzt Dr. Otto Mack die ärztliche Leitung der Klinik. Oberschwester Ruth May wurde zur Oberin des MarthaMariaVereins gewählt und trat dieses Amt am 1. Oktober 1933 an. Ihre Nachfolgerin in der KreckeKlinik wurde Oberschwester Martha Kasch.
Bis zu 30 Martha-Maria Schwestern arbeiteten in der KreckeKlinik. In der Zeit des 2. Weltkrieges war der Dienst besonders schwer. Viele verletzte Menschen wurden in die Klinik gebracht und bei den zahlreichen Bombenangriffen kamen die Schwestern oft einige Tage lang nicht aus den Kleidern. Im Juli 1944 wurde die Krecke – Klinik schwer beschädigt. Doch alle Patienten und Schwestern wurden gnädig bewahrt. Die Arbeit ging weiter.
Nach Kriegsende im Mai 1945 wurde Chefarzt Dr. Mack von Amerikanern abgeholt und ins Gefängnis Stadelheim in München gebracht. Seine Mitgliedschaft in der Partei und SA war der Anlass. Seine Familie musste das Arzthaus räumen. Darüber hinaus erhielt am 1. Oktober 1945 die Mutterhausleitung die Kündigung der Martha - MariaSchwesternschaft zum 31. Dezember 1945.
Das waren unfassliche Vorgänge. Es war eine belastende Zeit. Doch Gott gedachte es gut zu machen. Eine Evakuierung der Schwestern nach Nürnberg war nicht möglich. Dort war ja auch alles kaputt und die Schwesternschaft nach Ansbach umgezogen. Es musste für die Schwestern ein anderer Platz in München gesucht werden. Anstelle von Dr. Mack wurde Professor Dr. Fick zum neuen Chefarzt bestellt. Durch das Verwaltungsratsmitglied Pastor Georg Haug in München wurde ein Makler eingeschaltet. Dieser machte auf das Anwesen Wolfratshauser Straße 88 (heute 109) aufmerksam. Es handelte sich um die "Kuranstalt Obersendling für Psychisch Kranke von Herrn Geheimrat Dr. K. Ranke".
Diese Anstalt hatte bis Kriegsende als Lazarett gedient. Dann wurde es von der Stadt München mit Tbc-Kranken belegt.
Es kam zu einem 10jährigen Pachtvertrag mit Vorkaufsrecht und mit der Stadt München zu einer vertraglichen Verpflichtung der Übernahme der TbcPatienten für 10 Jahre. Am 28. Dezember 1945 traf das so sehnlich erwartete Vertragspapier von der Stadt München ein. Am Silvesterabend gab es einen bewegten Abschied der Schwestern. Schwester Wilhelmine Lachenmaier, die dabei war, berichtet darüber dann folgendes: "Am 1. Januar fuhren wir, 28 Schwestern, bei klirrender Kälte auf dem mit einer Plane bedeckten Lastwagen mit unserer Habe in die Wolfratshauser Straße 88 ... Im sogenannten Gartenhaus ... erhielten wir Unterschlupf." (Seite 13f. ihres Büchleins). Es war ein sehr harter Anfang in MünchenSolln.
Im Spätsommer wurde Dr. Mack aus der Haft entlassen. Es gelang, für ihn eine Arbeitserlaubnis für das nun entstehende Krankenhaus Martha-Maria zu erhalten. Mitte November 1946 konnte ihm im Gartenhaus Erdgeschoss eine Station mit 12 chi- rurgischen Betten zur Verfügung gestellt werden. Sukzessive wurde die Arbeit auf gebaut. Im April 1949 war es der Stadt München möglich, die TbcPatienten anderweitig unterzubringen. Dies schaffte Raum für die Erweiterung der chirurgischen Ar- beit von Dr. Mack, unter dessen tüchtiger Leitung sich die Krankenhausarbeit gut weiterentwickelte. Das im November 1948 wieder erstellte Haus von Martha-Maria in der Montenstraße 3 wurde zunächst als Ausweichklinik für MünchenSolln genutzt, fand aber nach der Verlegung der TbcPatienten als HNOKlinik Verwendung.
1949 übernahm Schwester Wilhelmine Lachenmaier als Nachfolgerin von Schwester Martha Kasch die Aufgabe als Oberschwester. Sie setzte sich mit ihren Gaben und Kräften voll ein. Ihr ist es auch zu danken, dass beim Auslaufen des 10jährigen Pachtvertrages im Frühjahr 1956 die Arbeit in München nicht aufgegeben, sondern weitergeführt wurde. Die Leitung der Diakonissenanstalt MarthaMaria gab der Bitte der Münchener Schwestern nach und entschloss sich trotz der großen Bauvorhaben in Nürnberg zum Kauf des Münchener Anwesens, Wolfratshauser Straße. Am 6. April 1956 kam das stattliche Anwesen mit seinen ca. 60 000 qm Gesamtfläche in den Besitz von MarthaMaria. Nun konnte mutig aufgebaut und ausgebaut werden. Im August 1960 wurde ein neuer Wirtschaftstrakt eingeweiht.
Am 6. Januar 1962 gab es auf dem Gelände ein schreckliches Brandunglück, bei dem Chefarzt Dr. Mack und seine Frau ums Leben kamen. Ein harter Verlust. Aber mit Oberarzt Dr. Holzmann, dem bewährten Mitarbeiter von Dr. Mack, konnte der Chefarztposten gut besetzt werden.
1964 wurde die Klinik in der Montenstraße 3 an den Chirurgen Dr. Rauscher verpachtet. Dieser kaufte 1965 dieses Anwesen. Das brachte zwei Vorteile: Mit dem Verkaufserlös konnte die Arbeit in der Wolfratshauser Straße eine große Hilfe erfahren, und es gab auch einen wertvollen Zuwachs von 5 Diakonissen für die wachsen- den Aufgaben in MünchenSolln.
1965 wurde Oberschwester Wilhelmine Lachenmaier zur Oberin gewählt. Ihre Nachfolgerin als Oberschwester wurde Schwester Irmgard Hilkert. Um weitere Baumaßnahmen zu ermöglichen, entschloss man sich nach mühevollen Verhandlungen zum Verkauf eines Teiles des großen Areals. 1967 wurde ein Drittel des Geländes zum Bau eines Altenwohnstiftes verkauft. Der Erlös war bereits eingegangen, als der Kauf aus baurechtlichen Gründen wieder annulliert wurde. MarthaMaria erstattete das Geld wieder zurück und blieb im Besitz des ganzen Geländes.
Hier hatte Gott seine Hand im Spiel. Es konnte schließlich auch ohne Verkauf gebaut werden. Ein großer Krankenhausneubau wurde in Angriff genommen und im November 1971 eingeweiht. Gleichzeitig wurde auch im hinteren Teil des Geländes ein SchwesternWohnheim erstellt. Das neue Krankenhaus hatte zunächst 160 Betten. Sie wurden später auf 150 reduziert. Der Schwerpunkt war die Chirurgie.
Am 1. Januar 1975 wurde durch die Ausgliederung der Krankenhausarbeit das Münchener Krankenhaus ein Teil der Krankenhaus MarthaMaria gem. GmbH.
Am 31.12.1981 trat der bewährte Chefarzt Dr. Holzmann in den Ruhestand. Für ihn wählte der Aufsichtsrat des Diakoniewerkes Martha-Maria Herrn Professor Dr. Dr. Fritz Spelsberg. Er begann am 1. Januar 1982 die Aufgabe der ärztlichen Leitung des Krankenhauses MarthaMaria.
Zur Entlastung der Oberschwester wurde die Stelle eines Verwaltungsleiters geschaffen und am 1.4.1982 durch Herrn Eginhard Braune besetzt. Gemäß ihrem Wunsch wurde am 30. Juni 1984 nach 19jähriger Tätigkeit Oberschwester Irmgard Hilkert von ihrem Amt entlastet. Als ihre Nachfolgerin wurde Schwester Christa Hertfelder als neue Oberschwester eingeführt.
Im Zuge der zunehmenden Krankenhausarbeit und der leider ständig abnehmenden Zahl von arbeitsfähigen Diakonissen wurden laufend freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. 1977 wurde erstmals eine Mitarbeitervertretung gewählt. 1980 wurde analog der Krankenhausarbeit in Nürnberg auch in München mit der Arbeit der Evangelischen Krankenhaushilfe (EKH) begonnen, wodurch.das Pflegepersonal eine wertvolle Unterstützung erfuhr.
1981 wurde in Nürnberg ein "Verband Diakonischer Mitarbeiter" (VDM) gegründet, dem auch Verbandsmitglieder aus München zugehören. Sie suchen auf allerlei Weise die diakonischen Anliegen des Diakoniewerkes Martha-Maria mitzutragen.
31.12.1981: Chefarzt Dr. Holzmann beendet seine Tätigkeit.
01.01.1982: Chefarzt Prof. Dr. Dr. Fritz Spelsberg übernimmt die ärztliche Leitung des Hauses.
01.04.1982: Herr Eginhard Braune wird als Verwaltungsleiter angestellt.
30.06.1984: Oberschwesternwechsel. Schwester Irmgard Hilkert übergibt nach 19 Jahren Tätigkeit als Oberschwester ihr Amt an Schwester Christa Hertfelder.
05.05.1988: Herr HansPaul Sünkel Übernimmt das Amt des Verwaltungsleiters. 04.10.1996 beging man das Jubiläum: "50 Jahre Krankenhaus Martha Maria, München Solln".
28.09.2001: Verabschiedung von Chefarzt Prof. Dr. Dr. med. habil Fritz Spelsberg und Einführung von Chefarzt Prof. Dr. med. Dr. med. habil Heinrich Fürst.
15.01.2003: Verabschiedung von Oberschwester Christa Hertfelder nach 18 1/2 Jahren Tätigkeit. Als ihre Nachfolgerin in der Pflegedienstleitung wurde erstmals eine freie Mitarbeiterin, Frau Dagmar Herrmann, begrüßt.
23.02. 2003: Die letzten Diakonissen werden nach 114jähriger Tätigkeit in München verabschiedet. Sie kehren ins Mutterhaus nach Nürnberg zurück.
3. Gemeindeschwesterntätigkeit
3.1 Am 1.4.1922 wurde in der Methodistengemeinde Frauenlobstr. 5 in München eine erste Gemeindeschwester angestellt. Es waren 12 Diakonissen, die von 1922 bis 1980 dort ihren Dienst versahen:
S. Margarethe Dummert 01.04.22 - 01.08.28
S. Anna Class 01.09.28 - 30.10.37
S. Frieda Grottenberger 12.10.37 - 31.10.40
S. Maria Bühler 31.10.40 - Jan. 47
S. Hilde Köhler Nov. 46 - 14.07.49
S. Mina Mann 29.06.47 - 31.07.48
S. Anna Arnold 01.07.49 - 16.05.54
S. Hilde Bäuerle 20.06.54 - 02.05.58
S. Lotte Klingler 28.06.58 - 15.05.60
S. Elfriede Scholl 01.07.60 - Nov. 62
S. Martha Trommer 24.10.64 - 27.07.69
S. Christine Lorenz 22.09.74 - 05.10.80
Ein Glied dieser Gemeinde erhielt einen Ruf zur Diakonisse in MarthaMaria: Schwester Erika Prieser.
3.2 In der Zeit des Dritten Reiches sah sich die von Prediger Karl Merz in der Einhuberstraße gegründete Christliche Versammlung aus politischen Gründen veranlasst, sich einer Kirche anzuschließen. Man schloss sich 1941 der damaligen Bischöflichen Methodistenkirche an. Die Gemeinde hatte seit 1934 und 1935 bereits zwei Diakonissen als Gemeindeschwestern angestellt. Diese traten dann in den Martha MariaVerein über. Es waren 4 Diakonissen, die von 1934 bis 1977 dieser Gemein de mit ihren Teilstationen als Gemeindeschwestern dienten. Es waren:
S. Kunigunde Grießhammer 01.10.34 - 13.06.54
S. Lissi Schneider 19.02.35 - 27.10.63
S. Lucie Jung 15.07.54 - 10.09.64
S. Hilde Oehrle 09.11.63 - 23.06.77
Durch diese Gemeinde wurden MarthaMaria sechs Diakonissen geschenkt, die von dort eine Berufung erhielten. Es sind die Schwestern
Erna Werner, Ingeborg Fehrmann, Luise Daffner, Gertraud Hensgen, Dorothea Hensgen und Therese Zach. Schw. Erna Werner war von 1982 bis 1990 die Oberin im Diakoniewerk MarthaMaria.
3.3 Im Jahre 1968 gab es in Deutschland die Vereinigung der Bischöflichen Methodistenkirche mit der Evangelischen Gemeinschaft zur Evangelischmethodistischen Kirche.
Die Evangelische Gemeinschaft hatte 1919 in München mit einer Anzahl Diakonissen aus Bethesda Wuppertal mit einer Versammlung begonnen. Diese taten in der Privatklinik Dr. Haas eine pflegerische Arbeit.
1921 wurde eine Gemeinde konstituiert, 1925 das Anwesen Paul-HeyseStr. 24 er worben und dort eine Kapelle erbaut. 1928 kam als erste Gemeindeschwester Diakonisse Rosa Keller von Bethesda nach München. In der Zeit des 2. Weltkrieges, wo die Christuskirche zerstört wurde, half die Gemeindeschwester Hedwig Mall wesentlich am Erhalt der Gemeinde mit.
1971 gab diese Gemeinde ihre Selbständigkeit auf. Ca. 1/3 der Glieder entschied sich für die Gliedschaft in der Gemeinde Enhuberstraße, 2/3 für die Gemeinde in der Frauenlobstraße
4. Seniorenarbeit
In den PrivatKrankenpflegen gab es vielfach auch Dienstleistungen an Senioren und Seniorinnen.
Zur Ergänzung der Krankenhausarbeit wurden im Diakoniewerk Martha-Maria schon vielerlei Planungen für eine Seniorenarbeit entwickelt. Aber die Standortfrage war sehr schwierig. Viele Verhandlungen mit der Stadt München waren nötig, bis es gelang, eine Bebauung des Gartenanteils im nördlichen Teil des großen Areals zu er reichen.
Im Februar 1988 war es soweit, dass der neue Bebauungsplan wirksam wurde. 1990 wurde ein erster Vorentwurf vorgelegt. Mit dem 9. Aug. 1991 wurde eine weitere Eingabe zum Bau einer Tiefgarage gemacht. Endlich, am 19. August 1992, wurde die Baugenehmigung erteilt und mit dem Bau konnte begonnen werden.
Am 11. Januar 1995 wurde das Seniorenzentrum MarthaMaria, Haus Ludwigshöhe, eingeweiht.
Die Seniorenanlage umfasst 102 Pflegeplätze, 14 SeniorenWohnplätze, 26 Wohnungen und Appartements für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 82 Tiefgaragenplätze.
Diakonissen, meist schon über der Ruhestandsgrenze angelangt, konnten sich in diese Seniorenarbeit nur noch in geringem Maße einbringen. Aber sie waren z. B. im Pfortendienst in dieser guten Einrichtung sehr geschätzt. Man sieht sie ungern ziehen.
Martha-Maria verdankt ihnen schließlich das meiste, was in München durch dieses Werk geschehen ist. Gott schenke, dass die Arbeiten im Krankenhaus und im Altenzentrum auch weiterhin vielen Menschen zum Segen werden!
P. Nollenberger
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